Auf dem Weg in die Flitterwochen wollte mein Mann plötzlich seine Sekretärin mitnehmen – doch nach der Landung bemerkte er, dass ich gar nicht im Flugzeug war
Wir waren gerade frisch verheiratet und auf dem Weg zu unseren Flitterwochen, als Alexander plötzlich darauf bestand, seine Sekretärin Khloe mit nach Maui zu nehmen. Er behauptete, sie müsse ihn während der Reise lediglich bei einer wichtigen Fusion unterstützen. Doch kurz vor dem Boarding erhielt ich eine Nachricht, die meine gesamte Sicht auf diese Reise veränderte. Plötzlich wirkten Alexanders Vorbereitungen, seine Versicherungsunterlagen und sogar unser geplanter Tauchausflug vollkommen anders.
1.
Am JFK-Flughafen begann unsere Hochzeitsreise anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Alexander Rivers, mein frisch angetrauter Ehemann, erklärte mir mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit, dass seine Sekretärin Khloe uns nach Maui begleiten würde.
„Es geht um die Fusion. Ich brauche sie nur für ein paar Stunden am Tag.“
Ich sah ihn an und versuchte, ruhig zu bleiben. Noch am Morgen hatte er mir versprochen, diese Reise gehöre nur uns.
Wenig später erschien Khloe in einem weißen Kleid und mit einem Lächeln, das mir sofort auffiel. Sie begrüßte Alexander vertrauter, als es für eine gewöhnliche Geschäftsbeziehung passend gewesen wäre.
Ich sagte trotzdem nichts.
Denn zwanzig Minuten zuvor hatte ich eine Nachricht von meinem Privatdetektiv Ray erhalten.
„Steig auf keinen Fall in dieses Flugzeug.“
Darunter folgten mehrere Informationen, die ich zweimal lesen musste. Alexander hatte vor Kurzem eine Lebensversicherung über fünf Millionen Dollar auf meinen Namen abgeschlossen. Außerdem hatte Ray herausgefunden, dass der Tauchlehrer, den Alexander für Maui gebucht hatte, eine problematische Vergangenheit hatte und dass der geplante Ausflug keineswegs so harmlos wirkte, wie Alexander behauptet hatte.
Ich sah zu meinem Mann, der gerade mit Khloe über die Reise sprach, und begriff plötzlich, dass diese Flitterwochen möglicherweise nie als romantischer Anfang gedacht gewesen waren.
Ich musste Zeit gewinnen.
„Mir ist plötzlich nicht gut“, sagte ich.
Alexander verdrehte leicht die Augen.
„Jetzt?“
„Ich brauche kurz meinen Reisepass aus
der Tasche. Ich glaube, ich habe ihn beim letzten Schalter liegen lassen.“
Khloe warf ihm einen genervten Blick zu.
„Wir verpassen noch den Flug.“
Alexander seufzte.
„Beeil dich.“
Ich nickte, drehte mich um und ging in Richtung der Schalter. Sobald die beiden die Sicherheitskontrolle passiert hatten, änderte ich meinen Weg.
Ich meldete meinen Reisepass als verloren, informierte Ray und blieb in einem Bereich des Flughafens, von dem aus ich beobachten konnte, wie das Boarding abgeschlossen wurde.
Alexander rief mehrfach an.
Ich ging nicht ran.
Wenig später rollte das Flugzeug Richtung Startbahn.
Ohne mich.
Ich sah ihm nach und atmete zum ersten Mal an diesem Morgen ruhig.
Denn während Alexander glaubte, ich hätte lediglich den Flug verpasst, war in New York bereits etwas anderes in Gang gesetzt worden.
Und noch bevor er in Maui landete, sollte er erfahren, dass ich nicht nur aus dem Flugzeug ausgestiegen war.Ti.p.pen Sie auf das F.oto, um den voll.ständigen Artikel anz.uzei.gen