Die Anthurie blüht fast das ganze Jahr über üppig, wenn Sie sieben einfache Pflegeregeln befolgen.
Anthurien, auch Flamingoblumen genannt, können mit ihren auffälligen Hochblättern über lange Zeit für Farbe in der Wohnung sorgen. Damit die Pflanze regelmäßig neue Blüten entwickelt, kommt es jedoch auf einige grundlegende Pflegebedingungen an. Vor allem Licht, richtiges Gießen und ein luftiges Substrat spielen dabei eine wichtige Rolle. Auch Luftfeuchtigkeit und eine angemessene Nährstoffversorgung können die Entwicklung unterstützen.
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Anthurien gehören zu den beliebten Zimmerpflanzen, weil ihre farbenfrohen Hochblätter über einen langen Zeitraum attraktiv bleiben können. Unter passenden Bedingungen bildet die Pflanze regelmäßig neue Triebe und Blüten. Dafür benötigt sie keine komplizierte Pflege, einige grundlegende Regeln sollten jedoch beachtet werden.
1. Einen hellen Standort wählen
Anthurien bevorzugen einen hellen Platz mit indirektem Licht. Ausreichend Licht unterstützt die Bildung neuer Blüten. Intensive direkte Mittagssonne sollte dagegen vermieden werden, da sie die empfindlichen Blätter belasten kann. Ein Ost-
oder Westfenster eignet sich häufig gut. An einem Südfenster empfiehlt sich etwas Abstand zum Fenster oder ein leichter Sonnenschutz.
2. Möglichst kalkarmes Wasser verwenden
Die Erde sollte leicht und gleichmäßig feucht bleiben, ohne dauerhaft nass zu sein. Gut geeignet sind beispielsweise Regenwasser oder abgestandenes, möglichst kalkarmes Wasser. Ideal ist Wasser in Zimmertemperatur, damit die Wurzeln keinen unnötigen Temperaturschwankungen ausgesetzt werden.
3. Überschüssiges Wasser ablaufen lassen
Dauerhaft nasse Erde bekommt Anthurien nicht gut. Deshalb sollte der Pflanztopf über ein Ablaufloch verfügen. Sammelt sich nach dem Gießen Wasser im Übertopf oder Untersetzer, kann dieses nach kurzer Zeit entfernt werden. Dadurch bleiben die Wurzeln besser mit Luft versorgt.
4. Auf ausreichende Luftfeuchtigkeit achten
Als tropische Pflanze bevorzugt die Anthurie eine höhere Luftfeuchtigkeit. Besonders während der Heizperiode kann die Raumluft sehr trocken werden. Ein mit feuchtem Blähton gefüllter Untersetzer kann dabei helfen, die unmittelbare Umgebung der Pflanze etwas feuchter zu halten. Werden die Blätter mit feinem Wassernebel besprüht, sollten die farbigen Hochblätter möglichst trocken bleiben.
5. Regelmäßig und sparsam düngen
Während der Wachstumsperiode von Frühjahr bis Herbst kann die Anthurie regelmäßig mit Nährstoffen versorgt werden. Dafür eignet sich schwach dosierter Flüssigdünger für Zimmer- oder Blühpflanzen. Auch geeigneter Orchideendünger kann in reduzierter Konzentration verwendet werden. Eine zu hohe Dosierung sollte vermieden werden.
6. Ein lockeres Substrat verwenden
Anthurien mögen eine lockere und luftdurchlässige Erde. Stark verdichtetes Substrat kann dazu führen, dass Wasser nur langsam abläuft und weniger Luft an die Wurzeln gelangt. Eine Mischung aus geeigneter Zimmerpflanzenerde, gröberem Orchideensubstrat und etwas Perlit oder Blähton kann die Struktur verbessern.
7. Verblühte Pflanzenteile regelmäßig entfernen
Verblühte Stängel können mit einer sauberen und scharfen Schere möglichst weit unten entfernt werden. Gleichzeitig lohnt es sich, größere Blätter gelegentlich vorsichtig von Staub zu befreien. Saubere Blätter können das vorhandene Licht besser nutzen und lassen die Pflanze zudem gepflegter erscheinen.
Wer diese grundlegenden Punkte berücksichtigt, schafft gute Bedingungen für eine gesunde Entwicklung der Flamingoblume. Entscheidend ist dabei vor allem das Zusammenspiel aus ausreichend indirektem Licht, angemessenem Gießen, einem luftigen Substrat und einer regelmäßigen, aber zurückhaltenden Nährstoffversorgung. So kann die Anthurie über lange Zeit kräftig wachsen und immer wieder neue farbenfrohe Hochblätter hervorbringen.